Bockbieranstich des Verbandes der privaten Brauereien
Bockbieranstich des Verbandes der privaten Brauereien

Fastenzeit ist Bockbierzeit. Nachdem die Delegierten der Bayerischen Privatbrauereien aus den Bezirken Oberbayern-Schwaben, Niederbayern, Mittelfranken, Unterfranken, Oberfranken-Bamberg, Oberfranken-Kulmbach und der Oberpfalz ihre Jahrestagung in unserer Brauereigastwirtschaft abgeschlossen hatten, ging es zum gemütlichen Teil über. Im Festsaal eröffnete Präsident Gerhard Ilgenfritz das traditionelle Bockbierfest des Verbandes. Er begrüßte dazu eine Reihe von Ehrengästen, darunter den Präsidenten der Handwerkskammer Oberfranken, Thomas Zimmer, den Präsidenten des deutschen Hopfenpflanzerverbandes, Dr. Johann Pichlmaier, den Vize-Präsidenten des Deutschen Mälzerbundes, Peter Schill sowie die Präsidentin des Bundesverbandes der Privaten Brauereien, Renate Schreibner. Auch die Hallertauer Hopfenprinzessin Karin Kellner und die Spalter Hopfenkönigin Karin Heckl fanden den Weg in die „Biergemeinde“ Hallerndorf, wie zweiter Bürgermeister Sebastian Hallerndorf den über 100 geladenen Gästen erklärte.

Mit sieben Brauereien bei rund 4.000 Einwohnern hat die Gemeinde im Aischtal die zweithöchste Brauereidichte der Welt. Genau der richtige Platz also für den Verband der Privaten Brauereien, um ihren diesjährigen Bockbieranstich zum Einleiten der „fünften Jahreszeit“ durchzuführen. Mit vier kräftigen Schlägen hatte Schwarzmann das Eichenfass mit dem süffigen Weizendoppelbock angestochen. Der erste, den Braumeister Georg Rittmayer in seiner Brauerei angesetzt hat und seine Brauerkollegen im Saal waren schon ganz neugierig. Sie wurden nicht enttäuscht. Vollmundig und würzig mit einem kräftigen Schaum und feiner Spritzigkeit – es zeigte sich einmal mehr, dass Hallerndorf für den Bockbieranstich eine sehr gute Wahl war. Den gemütlichen Abend, bei dem viele Fachgespräche und ein reger Informationsaustausch geführt wurden, umrahmte das Trio SLS - Schönfelder-Lauger-Schönfelder musikalisch. Der bekannte Kabarettist Mac Härder wartete mit einer humoristischen Einlage auf. Der bayerische Verbandspräsident Gerhard Ilgenfritz freute sich besonders, wieder einmal im schönen Frankenland und gerade bei der renommierten Brauerei Rittmayer das Bockbierfest auszurichten. Es wird in jedem Jahr zu Beginn der Fastenzeit bei einer anderen bayerischen Mitgliedsbrauerei veranstaltet. „Die Brauerei Rittmayer ist ein Paradebeispiel für einen mittelständischen Betrieb unserer Branche“, so Ilgenfritz. „Georg Rittmayer ist zwar mit beiden Füßen fest in der fränkischen Brautradition verwurzelt, seine neu errichtete Braustätte zeigt aber auch, dass er auf der Tradition aufbauend mutig die Zukunft neu gestaltet.“

In seiner Festrede blickte er optimistisch in Zukunft. Er sieht im Trend zu regionalen Produkten und Spezialitäten genau das, was eben die kleinen und mittelständischen Brauereien bieten. „So konnten die bayerischen Brauer 2012 ihren Bierabsatz gegenüber dem Vorjahr konstant halten, es wurden wieder 22,1 Millionen Hektoliter gebraut“, informierte der Präsident. 300 aktive Sudkessel stehen in Franken, als einen wichtigen Faktor der Vermarktung sieht Ilfgenfritz die Aktion „Franken – Heimat der Biere“, mit deren Hilfe auf allen Kanälen der medialen Vermarktung fränkische Biere, Brauereien und Brauereigaststätten erfolgreich kommuniziert werden.